Ein Jahresbegleiter für Artenvielfalt und Naturschutz

„Unsere Heimat - natürlich vielfältig“, so ist die neue Publikation aus dem Speyerer Pilger-Verlag betitelt. Darin geht es um Artenvielfalt und Naturschutz von den Rheinauen über den Pfälzerwald bis in den Bliesgau. Weitere Themen sind Nachhaltigkeit und Ökologie in Weinbergen, der Landwirtschaft und im Garten. Denn der Jahresbegleiter für das Jahr 2022 enthält Tipps für den eigenen Garten, mit denen es Spaß macht, seltene Tiere und Pflanzen zu schützen. Außerdem gibt es Hinweise zu Ausflugszielen in der Natur und zu Auszeiten im Grünen, die helfen, Pfalz und Saarpfalz neu zu entdecken. Wem der Erhalt der Schöpfung ein Herzensanliegen ist, findet in diesem nachhaltigen „Heimatjahrbuch“ einen wichtigen Begleiter, der anregt, aktiv zu sein und so selbst zu einem Trendsetter und Artenschützer zu werden. Mit Kalendarium bis in den Dezember 2022 und zusätzlichen Tipps zur ökumenischen Nachhaltigkeits-Initiative „Trendsetter Weltretter“. Deren Jahresthema und Anliegen greift die neue Publikation auf.

Jahresbegleiter "Unsere Heimat. Natürlich vielfältig", 9,80 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-946777-19-9) oder beim Pilgerverlag Speyer, Telefon (06232) 31830, info@pilgerverlag.de (Abonnentinnen und Abonnenten der Kirchenzeitung oder des Magazins „der pilger“ erhalten das Kalenderbuch zum vergünstigten Preis von 5,80 Euro).

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Auf dieser Internetseite bieten wir hilfreiche Tipps und weiterführende Informationen und Links, um zu Hause - auf dem Balkon, im Haus und im Garten - mit Freude Artenvielfalt zu fördern und den Naturschutz zu pflegen.

Freude und Hoffnung: Blütenzweige mitten im Winter

Blühende Mandelzweige. Bildquelle: MariesWorld/AdobeStock.com

Ein grüner Kranz oder ein Tannenzweiggesteck mit vier Kerzen, diesen christlichen Brauch kennt im Advent jeder und jede. Schon weniger bekannt, aber ebenso mit Symbolkraft und noch viel, viel älter ist das Schneiden und Aufstellen von Barbarazweigen in der Vorweihnachtszeit. Dazu eignen sich vor allem die Zweige von Obstbäumen, etwa Kirsch, Apfel, Aprikose, Mandel oder von sonstigen Frühlingsblühern (Forsythie, Magnolie) und Laubgehölzen wie Birke, Haselnuss oder Ahorn. Von der Tradition her werden diese Zweige am Barbaratag (4. Dezember) geschnitten und in Vasen mit Wasser gestellt, daher der Name. Der Gedanke dabei - holt man sie zu diesem Tag ins Haus, blühen sie an Heiligabend. In unseren modernen Wohngebäuden mit oft hohen Innentemperaturen genügt es auch, die Zweige am 10. Dezember ins Warme zu stellen. Experimentieren Sie doch mal an verschiedenen Dezembertagen mit verschiedenen Zweigen, vielleicht im kühlen Treppenhaus genauso wie in der warmen Küche.

Der Sinn des Brauches: Während sich die Natur noch immer mehr zum Winter hin entwickelt, die letzten Blätter fallen und letzte Blüten erfrieren, erblühen die Zweige drinnen zur Zeit der Wintersonnenwende für die Hoffnung auf den Frühling. Der ist zwar an Weihnachten, einem der wichtigsten christlichen Feste im Jahr, noch weit weg - aber er wird kommen. Versprochen!

Bau von Nistkästen: Hilfreiche Tipps für Heimwerker

Blaumeisen lieben Kästen für Höhlenbrüter. Bildquelle: Anton Faustmann/AdobeStock.com

Die kalten und dunklen Tage sind eine gute Gelegenheit, in die Heimwerkstatt zu gehen, und nützliche Bastelarbeiten zu erledigen. Hobbygärtnerinnen und Naturfreunde, Vogelliebhaber und Artenschützerinnen können sich jetzt zum Beispiel im "Wohnhausbau" betätigen. Warum nicht einmal einen Nistkasten für gefiederte Nachbarn bauen? Eine sinnvolle, nachhaltige Verwendung von Brettern, Latten und Verpackungsresten, die noch ungenutzt herumliegen. Ob Altholz oder neu gekauftes Baumaterial - wichtig ist, dass es unbehandeltes, naturbelassenes Holz ist. Schließlich sollen die Piepmätze auch gesund und sicher aufwachsen.

Auf diesen Seiten gibt es zahlreiche Bauanleitungen für Höhlenbrüter, Halbhöhlenbrüter und sogar große Raubvögel sowie Tipps zum Aufhängen der Nistgelegenheiten. Das Neuaufhängen der Kästen erfolgt meist zu Beginn des Winters. Übrigens: Ein solcher Nistkasten ist auch ein schönes Geschenk oder Mitbringsel. Wer freut sich nicht, wenn im Frühsommer dann eine junge Vogelschar fröhlich aus dem Nistkasten zwitschert?

 

 

Blumenzwiebeln: Bei Bestellung an Bienen und Wild-Insekten denken

Im Frühherbst beginnt die Saison für die Bestellung und Pflanzung von Frühjahrsblühern - Krokus, Narzissen, Tulpen und anderes werden noch bis November gesteckt. Dann blühen sie zu Beginn des neuen Jahres bis in den späten Frühling hinein. Ideal sind einfache, leicht auswilderne Arten. Meist sind sie langlebig und verbreiten sich immer weiter im Gartenbereich.

Auch bei diesen ersten Blumenboten im Gartenjahr kann an Bienen & Co. gedacht werden. Die Frühjahrsblüher erfreuen uns durch ihre Farben. Und sie können Tiere durch Futter - Pollen und Nektar - erfreuen. Hier gibt es eine Liste mit bienen- und insektenfreundlichen Frühjahrsblühern.

Ein Tipp für Kleinstgärten- und Balkonbesitzer: Im Herbst können die Zwiebeln auch in Schalen und Töpfe mit guter Erde gesteckt werden, so blüht es im Frühling auch auf kleinster Fläche farbenfroh.

Schwalben wieder ein zu Hause geben

Anregungen für ein schwalbenfreundliches Haus gibt es beim NABU unter diesem Link. Die Umweltorganisation lädt auch dazu ein, sich um eine entsprechende Auszeichnung zu bewerben. Wer sie erhält, bekommt als SchwalbenfreundIn eine entsprechende Plakette.

Schwalben waren ganz selbstverständliche Lebensbegleiter für die Menschen auf Bauernhöfen und in Dörfern. Inzwischen werden sie immer seltener. Wer diesen Vögeln helfen will, sich in unserer Heimat wieder wohler zu fühlen, findet beim NABU viele Tipps dazu.

Bienenfreundlicher Garten

Wie man seinen Garten bienenfreundlicher gestalten kann, erzählen der BUND und der NABU auf ihren Internet-Seiten. Es geht dabei nicht nur um die bekannten Honigbienen, sondern vor allem auch darum, den Wildbienen, zu deren riesiger Artenfülle auch die Hummeln zu rechnen sind, ein Zuhause zu bieten. Neben einem "Wildbienenhotel" heißt es aber auch, Futterquellen zu schaffen. Bienenfreundliche Pflanzen dafür finden sich in einer Aufstellung auf dieser Seite von "Summende Gärten".

Mehr Raum für einheimische Pflanzen

Wenn im Herbst wieder die Pflanzzeit beginnt, gilt es im Sinne des Naturschutzes auch an die heimische Pflanzenwelt zu denken. Statt exotischer Pflanzen darf es gerne auch eine Hecke aus heimischen Wildsträuchern sein. Sie bietet Nistraum und Nahrung für Vögel und Insekten. Eine Liste heimischer Gehölze findet sich hier beim LBV. Tipps zu einheimischen Pflanzen, dazu auch die Stauden, die besonders Schmetterlingen und Insekten Lebensraum schenken, findet sich beim NABU Rheinland-Pfalz-Süd.