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Pilgern

„Pilger sollen unsere Gastfreundschaft erleben“

Papst Franziskus lobt Seelsorger und Helfer in Wallfahrtsorten

Mehrere Millionen Pilger aus aller Welt besuchen jährlich den berühmten Marienwallfahrtsort Lourdes am Fuße der Pyrenäen im Süden Frankreichs. Foto: Heib

„Das Wichtigste für die Pilger im Heiligen Jahr ist das Erleben der Gastfreundschaft.“ Das hob Papst Franziskus bei einer Begegnung mit Helfern und Leitern von Wallfahrtsorten hervor. Es brauche eine liebevolle, freudige, höfliche und geduldige Gastfreundschaft, so wie Jesus es vorgemacht habe. So heiße es im MatthäusEvangelium: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ Jesus habe jeden, auch die Sünder, aufgenommen. So sollten sich auch die Pilger von heute, wenn sie an einen Wallfahrtsort gelangten und ihre Beichten ablegten, „zuhause“ und angenommen fühlen. Der Wallfahrtsort sei ein privilegierter Ort, um den Herrn zu treffen und seine Barmherzigkeit mit Händen zu greifen.

„Wenn der Pilger am Heiligtum ankommt, ist er oft müde, hungrig und durstig. Oft spiegelt dieser körperliche Zustand auch seinen seelischen wider. Deshalb muss dieser Mensch gut aufgenommen werden, sowohl was die Versorgung betrifft als auch spirituell. Es ist wichtig, dass der Pilger, der die Schwelle zum Wallfahrtsort überschreitet, mehr als nur ein Gast ist, nämlich vielmehr ein Familienmitglied. Er muss sich zuhause fühlen, geliebt und mit dem Blick der Barmherzigkeit betrachtet.“

Wallfahrten seien ein bedeutender Ausdruck des Glaubens: Generationen von Pilgern hätten auf diese Weise ihre Frömmigkeit gezeigt und sich in ihren Fürbitten an die Jungfrau Maria und die Heiligen gewandt. „Diese Volksreligiosität ist eine echte Form der Evangelisierung, die immer gefördert und wertgeschätzt werden muss.“ Auch der selige Paul VI. habe in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Nuntiandi von der Volksreligiosität gesprochen, bevorzugte aber den Ausdruck Volksfrömmigkeit. Die lateinamerikanischen Bischöfe wiederum sprächen in ihrem Dokument von Aparecida von „Volksspiritualität“. Alle diese Begriffe hätten zusammen ihre Gültigkeit, so Franziskus. Bei den Wallfahrten lebten die Menschen ihre tiefe Spiritualität, diese Frömmigkeit, die seit Jahrhunderten mit einfacher, aber bedeutender Hingabe geprägt habe. „Denken wir nur, wie intensiv sie an manchen Orten wird, etwa vor dem Gekreuzigten, beim Rosenkranz oder dem Kreuzweg,“ so Franziskus.

Das Pilgern dürfe aber nicht irrtümlich als Massenspiritualität abgetan werden. Hingegen sei das Pilgern etwas sehr persönliches, jeder Pilger trage seine eigene Geschichte in sich, den eigenen Glauben, Licht und Dunkel des eigenen Lebens. Jeder habe einen bestimmten Wunsch und ein besonderes Gebet in sich.

Der Wallfahrtsort sei das „Haus der Vergebung“, wo jeder die Zärtlichkeit des Vaters erfahre, der mit allen, wirklich allen barmherzig sei. Egal, ob er jung oder alt, reich oder arm, krank oder einfach ein Tourist sei, müsste der Ankömmling aufgenommen werden. Denn jedermanns Herz suche Gott, vielleicht sogar ohne dass man dies immer bemerke.

Wer dann am Wallfahrtsort auch zum Beichtstuhl gehe, habe bereits seine Sünden bereut. Er fühle dabei genau, dass Gott ihn nicht verurteile, sondern ihn aufnehme und umarme, wie der Vater den verlorenen Sohn. Auch die Priester der Wallfahrtskirchen müssten diese Haltung annehmen: Ein mit Barmherzigkeit getränktes Herz, in der Haltung eines Vaters.

„Tragen wir dazu bei, dass der Pilger die Freude empfinden kann, sich endlich aufgenommen und geliebt zu fühlen. So wird er, wenn er nach Hause zurückkehrt, Sehnsucht empfinden nach dem, was er dort erlebt hat und wird den Wunsch verspüren, wieder zu kommen. Vor allem aber wird er den Weg des Glaubens auch in seinem Alltag weitergehen wollen.“ (red)   

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