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Das Herz Bayerns ist immer eine Reise wert

Rund eine Million Wallfahrer besuchen Altötting jedes Jahr. Es ist der bedeutenste Marienwallfahrtsort Deutschlands. Hauptwallfahrtszeiten sind im Marienmonat Mai, im August und im Oktober. Doch Altötting ist das ganze Jahr über eine Reise wert.

Der Kapellplatz in Altötting. Foto: Mathes

Im Winter geht es beschaulicher zu auf dem Kapellplatz. Umfasst von sehenswerten Gotteshäusern und prächtigen Profanbauten steht dort die kleine Gnadenkapelle mit der Statue der „schwarzen Maria von Ötting“, aus dem 14. Jahrhundert stammend. Auch abseits der Hauptwallfahrtszeit kommen über den Tag immer wieder zahlreiche Beterinnen und Beter in die kleine Kapelle. Hier ist Raum und Zeit für Besinnung, Gebet und Stille. Still ist es hier auch dann, wenn im Advent der Christkindlmarkt vor der Kapelle vorweihnachtliche Stimmung verbreitet.

Seit mehr als 500 Jahren bitten Menschen in Altötting die Gottesmutter Maria um Hilfe in Krankheit und Not. „Das Herz Bayerns und eines der Herzen Europas“, so hat Papst Benedikt XVI. einmal über Altötting gesagt. Es ist der bedeutenste Marienwallfahrtsort bundesweit. Und der deutsche Papst ist zugleich der wohl bekannteste Altötting-Pilger. Das katholische Kirchenoberhaupt war zuletzt 2006 dort, sein Vorgänger Johannes Paul II. besuchte Altötting 1980 – und Papst Pius VI. weilte Ende des 18. Jahrhunderts hier. Doch zurück zu Benedikt, alias Joseph Ratzinger, der nur 15 Kilometer entfernt, in Marktl am Inn, zur Welt kam. So nahe bei Altötting geboren und aufgewachsen zu sein, das bezeichnete der Papst als eine besondere Gnade. Altötting nach Marktl sind Stationen des „Benediktweges“: Auf diesem Fernwanderweg entland der Flüsse Inn und Salzach kann man per Rad oder zu Fuß Lebensstationen von Joseph Ratzinger kennen lernen. In Marktl steht das Geburtshaus Joseph Ratzingers und die Kirche, in der der spätere Papst getauft wurde.

Für zahlreiche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung ist Altötting ein idealer Ausgangspunkt: Wer weiter fahren will, kann von hier gut das Voralpenland, München, Salzburg, Passau oder den Chiemsee erreichen. Näher liegen Neuötting – mit seinem ebenfalls sehenswerten Stadtbild – oder Burghausen mit seiner längsten Burganlage der Welt.

Auch in Altötting selbst gibt es einiges zu besichtigen: Ein Rundgang führt in die zahlreichen Kirchen am Kapellplatz. Und zur Weihnachtszeit besichtigt man eine großzügige Krippenausstellung des traditionsreichen Altöttinger Krippenbauvereins im Kongregationshaus oder besucht eines von mehreren Adventssingen. Zu jeder Jahreszeit können die Schatzkammer oder das Panorama – ein biblisches Bild, das die Kreuzigung Jesu in Jerusalem nachstellt – besucht werden. Zeit sollte man sich zum Stöbern in einem der vielen Devotionaliengeschäfte nehmen, gehandelt werden Bücher, Kerzen, Kunstpostkarten, Rosenkränze und vieles mehr.

Sehenswürdigkeiten gibt es also viele, doch verfügt Altötting seit Mitte des 20. Jahrhunderts noch über ein weiteres Wallfahrtsziel – das hiesige Kapuzinerkloster und die Kapuzinerkirche waren die Heimat des heilig gesprochenen Bruders Konrad von Parzham. Seine sterblichen Überreste ruhen heute im Altar der St. Konradskirche. Konrad wird wie die Gottesmutter Maria in vielen Nöten um Fürsprache gebeten – und zahlreiche Votivtafeln erzählen davon, wie diese Bitten erhört wurden. Mehr als 2000 solcher Tafeln fasst der Umgang der Gnadenkapelle. Bei Tageslicht lassen sich viele alte Tafeln finden, und ganz neue, die belegen, dass Maria auch in der Gegenwart hilft.

Die kleine Stadt macht mit dem Schlagwort „Gnadenort“ auf sich aufmerksam, der bayerische Papst hat sie als Herz Bayerns gewürdigt. Dass Altötting beides ist, fühlten wohl auch die bayerischen Herrscher vergangener Jahrhunderte – viele ließen nach ihrem Ableben in der Gnadenkapelle beim uralten Marienbild ihr Herz beisetzen. (hm)

Im Marienmonat Mai bietet das Pilgerbüro Speyer eine Reise nach Altötting an (von 4. bis 8. Mai). Unter anderem stehen auch Berchtesgaden, Burghausen und der Domberg in Freising auf der Liste der Fahrtziele.

Näheres zur Reise, Prospekt und Anmeldung beim
Pilgerbüro Speyer,
Telefon 06232/318381,
E-Mail:
info@der-pilger.de

 

 

Januar 2016

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