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Natur & Garten

Schützenswertes Naturparadies in Norwegen

© Storymacher

Die Insel Runde liegt südwestlich von Ålesund und ist eine der bekanntesten Vogelinseln in Norwegen. Der Golfstrom des Atlantiks trifft hier auf das Festland und zieht in den Sommermonaten jährlich Tausende von Vögeln und Fischen an.

Kim ist bester Laune. Mit rund 90 Stundenkilometern jagt der bärtige Hüne sein Schlauchboot mit den beiden 250-PS-Motoren über das Meer Richtung Westen. An Bord eine Handvoll neugieriger Touristen in roten Schwimmwesten und warmen, wasserdichten Schutzanzügen. Ihr Ziel ist Runde, Skandinaviens populärste Vogelinsel. Rund eine halbe Million Vögel sind dort den Sommer über zuhause, Möwen und Papageitaucher, aber auch Seeadler-Pärchen, die auf dem Eiland vor den Toren des Jugendstil-Städtchens Ålesund brüten.

Gut zwei Stunden braucht man mit dem Auto von Ålesund bis Runde. Ein Weg, der durch kilometerlange Straßentunnel und über große Brücken von Insel zu Insel führt, die hier dem Atlantik den Zugang zum norwegischen Festland versperren. Nur eine gute halbe Stunde ist das Schnellboot zur Vogelinsel unterwegs. Zumindest, wenn das Wetter mitspielt. Wer Rückenprobleme hat, solle hinten im Boot sitzen, mahnt Kapitän Kim, vorne gehe der Wellenschlag stärker auf die Knochen. Der Wind bläst hart ins Gesicht und manch einer sehnt sich nach dem Ende der Überfahrt. Am Horizont erscheinen kleine unbewohnte Inseln, Kim drosselt die Bootsmotoren. Kegelrobben und Seehunde sind hier zuhause. Tiere, die nicht gestört werden wollen. Deshalb ist das Betreten der Inseln streng verboten. Aber auch vom Boot aus sind die Seehunde gut zu sehen. Ein paar umrunden das jetzt ruhig im Wasser liegende Boot, posieren vor den Handy- und Fotokameras, als ob es um einen Schönheitswettbewerb ginge.

Nach dem ersten Fotostopp geht es weiter zur Vogelinsel, in Richtung Atlantik. Im Nordwesten Rundes taucht nach ein paar Minuten ein kleiner Hafen auf. Die wenigen Häuser und der Leuchtturm weiter hinten sind längst verwaist. Zur Jahrtausendwende wurden sie aufgegeben, quittierten die Leuchtturmwärter ihren Dienst. Die Lotsenstation schloss schon 1994 ihre Pforten. Seitdem bieten Fischerei und Tourismus die letzten Arbeitsplätze. Und auch die Landwirtschaft ernährt noch den einen oder anderen Insulaner auf dem 6,4 Quadratkilometer großen Eiland. Es entstand nach der Eiszeit, als sich Runde wie viele Inseln des Archipels Sørøyane südwestlich von Ålesund langsam aus dem Wasser hob. „Eine halbe Million Vögel sind hier zuhause“, berichtet Kim beim Zwischenstopp am Fuße des Leuchtturms, „aber nur gut 100 Einwohner“. Dann kramt er ein paar alte Münzen hervor, um sie seinen Mitfahrern zu zeigen. „Runde ist nicht nur eine Vogel-, sondern auch eine Schatzinsel“.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel zu „Schützenswertes Naturparadies in Norwegen“ in der Ausgabe des Pilger-Magazins Februar 2017.

Von: Wolfgang Wirt
Februar 2017

Schützenswertes Naturparadies in Norwegen

Die Insel Runde liegt südwestlich von Ålesund und ist eine der bekanntesten Vogelinseln in Norwegen. Der Golfstrom des...

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